Thomas ist Rechtsanwalt. Er verdient nicht schlecht, aber oft ärgert er sich über Bürokratie, Lobbyismus, Korruption und Ungerechtigkeiten. Durch Zufall stieß er auf den EnergyPool. Dort lernte er, jeder Mensch habe zwar das Recht, seinen Strom selbst herzustellen und auch an das Stromnetz angeschlossen zu werden, aber in der Praxis gibt es viele Hürden, die von Gesetzgebern und Stromkonzernen aufgebaut wurden.
Nun hatte Thomas selbst „Watt fürs Heim" erworben, und diese Solaranlage mangels Platz nicht auf dem eigenen Dach sondern in einem großen Solarpark in der Nähe von Berlin einbauen lassen. Dabei kam es zu Verzögerungen durch den Netzbetreiber. Thomas trat der Gruppe „Hornissen" bei, denn er war Experte beim Umgang mit streitsüchtigen Rechtsabteilungen von Großunternehmen und Behörden.
Denn eines Tages kam eine E-Mail vom EnergyPool mit der Scankopie eines Schreibens vom Netzbetreiber bezüglich der Abrechnung für die Durchleitung des Stroms der EnergyPool-Mitglieder zu ihnen nach Hause. Der Brief war von der Sorte „geht nicht, wollen wir nicht, unzulässig, machen wir nicht", verbunden mit der Bitte zu prüfen, was man da machen könnte.
Er nahm sich der Sache an und machte dem Netzbetreiber anhand der richtigen Paragrafen klar, dass es doch geht. Für diese Leistung bekam er seinen Honorarsatz vom EnergyPool bezahlt. Und nicht nur das. Neben einem Werbeeffekt (was ihm neue Klienten brachte) machten nun auch noch drei weitere Rechtsanwälte und Steuerberater aus seinem Bekanntenkreis mit und registrierten sich über seine EnergyPool-Webseite und traten so seinem eigenen Schwarm-Team bei.
Von deren Umsätzen erhielt Thomas nun auch noch Provisionen. Die Sache fing an, ihm richtig Spaß zu machen. Hat die deutsche Bundesregierung nicht jahrelang die EU-Klimaziele verfehlt, sich aber als Vorreiter für erneuerbare Energie aufgespielt? Thomas hat eine ganze Reihe Ungereimtheiten im Blick. Grunddienstbarkeiten für den EnergyPool gehen nicht? Geht doch.
Inzwischen ist die Sonnensteuer in Spanien Geschichte. Im sonnigen Spanien sind die Kosten für Solarenergie noch niedriger als in anderen europäischen Ländern. Da lohnt sich der EnergyPool umso mehr, und zwar auch für Nordeuropäer, die ihren Freunden und Bekannte in Spanien vom EnergyPool erzählen. Die EU hat im Juli 2019 mit dem Clean Energy Package (CEP) die Rechte von Prosumern gestärkt. Netzbetreiber müssen jetzt Durchleitungsdienste von Strom EU-weit akzeptieren. Jeder hat das Recht dazu.