Miriam ist unglücklich. Die alleinstehende 53-Jährige lebt in Somalia in einem 9000-Seelen-Dorf, wo es nur 1 Stunde am Tag Strom gibt. Keiner hat hier Geld und es gibt auch keine Firmen, wo man guten Lohn bekäme. Es ist extrem heiß in den Hütten. Die meisten Leute wollen nach Europa auswandern oder schicken ihre Söhne los.
Miriam baut Gemüse im Garten an, um es auf dem Markt zu verkaufen. Doch seit Monaten hat es nicht geregnet. Der nächste Brunnen ist 1 km entfernt und sie kann seit ihrer Schussverletzung im Bürgerkrieg schlecht laufen und auch keine Kinder bekommen. Sie kümmert sich um einige Nachbarskinder, denn die einzige Schule weit und breit hat seit Jahren kein Dach mehr, weil kein Geld vorhanden ist. Die einigermaßen guten Lehrer sind bereits weggezogen und die Kinder lernen sonst gar nichts.
Immerhin hat Miriam schon ein Smartphone mit Internet für 5 Dollar pro Monat, das sie mit einem kleinen Solarmodul auflädt. Eines Tages erhielt sie eine WhatsApp-Nachricht von ihrer Freundin Anna aus Mogadishu mit einem Link zu deren EnergyPool-Webseite. Als „Biene" hatte Anna von Mogadishu aus in 36 Wochen schon 4356 € verdient und täglich werden es mehr.
Miriam staunte über die Schwarm-Funktionen des EnergyPool-Systems zum Geldverdienen durch länderübergreifende Projektarbeit und Eigeninitiative. Ameisen? Was ist das denn? So probierte sie die Funktion „Watt Projekt erstellen" aus, um auf der Schule ein neues Dach mit einer Photovoltaikanlage zu errichten. Es sind Schritt-für-Schritt Erläuterungen, Formulare und Vorlagen vorhanden, wie man mit wenigen Vorkenntnissen ein Energieprojekt selber ausarbeitet, Teams für die Umsetzung zusammenstellt und das Ganze über Crowdfunding finanziert.
Schnell waren aus ihrem Dorf 1 Elektriker, vier Dachdecker, 14 weitere Helfer, ein Ingenieur aus Deutschland, sowie ein Rechtsanwalt aus Mogadishu gefunden und auf Miriams eigener EnergyPool-Seite registriert. Die Pläne waren online schnell erstellt und wurden von dem deutschen Ingenieur überprüft und zum Teil korrigiert. Sie ging zum Dorf-Chief, um ihr Projekt absegnen zu lassen. Der Chief war faul und korrupt. Aber sie wusste, ohne Gegenleistung an ihn läuft hier nichts. Sie machte ihm klar, er solle sich auf der von ihr benannten EnergyPool-Webseite registrieren und sein gesamtes Dorf in sein „Schwarm"-Team bringen.
Miriam wusste, mit der Top-Down-Methode kann Sie viele Menschen noch schneller in ihren eigenen Schwarm bringen und an deren Umsätzen und Arbeitsleistungen mit partizipieren. Der Plan ging voll auf. Sie hat heute 17356 Menschen in ihrem Schwarm, was ihr bisher schon immerhin 241.256 € Einnahmen gebracht hat. Und immer mehr Menschen in ihrem Schwarm werden selbst zu „Aktivisten". Miriam ist zum Vorbild geworden. Die fleißige Miriam ist inzwischen „Ameise" und „Biene". Die erfolgreiche Errichtung ihres ersten Schuldach-Projekts hat ihr bereits Anerkennung in der Crowdfunding-Gemeinschaft des EnergyPools eingebracht.